Tauben vertreiben – so gewinnen Sie im Kampf gegen die „Luftratten“

„Ratten der Lüfte“ – so werden umgangssprachlich Stadttauben (Columba livia domestica) bei uns genannt. Sie sind dreckig, wühlen durch Müll auf der Suche nach Essensresten, hinterlassen Kot wo auch immer sie landen. Natürlich gelten Straßentauben geläufig auch als gefährliche Krankheitsträger. Medizinisch ist die letzte Aussage allerdings stark umstritten. Zahlreiche Untersuchungen konnten bei keiner einzigen aus den rund 10.000 Tauben in Berlin humanpatogene Keime finden. In ganz Deutschland ist seit über zehn Jahren keine einzige schwere Ornithose, also durch Vögel auf Menschen übertragene Krankheit, berichtet worden. Eines ist schon mal klar – die Stadtvögel sind für die menschliche Gesundheit kaum gefährlich. Aufgrund von Krankheitsangst muss man also keine Tauben vertreiben.

Ihr stinkender weißer Kot ist auf dem Balkon oder Dach allerdings trotzdem lästig. Wenn Sie, Ihre Kinder oder Haustiere darauf treten, können sie ihn schnell im ganzen Haus verteilen. Taubenkot ist dabei nicht nur eckelig, sondern wirkt auch als Magnet für Fliegen und Mücken. Mit Hauskatzen, die gerne auf Möbel klettern, könnte dies schnell zu einer echten Katastrophe werden. Wie können Sie also Tauben vertreiben, ohne den Vögeln ein Leid anzutun? In den nächsten Zeilen besprechen wir genau dieses Thema! Hier zeigen wir Ihnen schlaue und umweltfrendliche Tipps und Tricks, die Ihnen helfen, im Kampf gegen die Tauben zu gewinnen.

Tauben gehören einfach zum Stadtleben

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Lebensweise der Stadttauben und warum es sinnvoll ist, dies zu wissen

Sie können nur dann die Tauben vertreiben, wenn Sie ihre Lebensweise kennen. Stadttauben gelten nämlich als eine der intelligentesten Vogelarten der Welt. Sie können genauso gut bestimmte Aufgaben lösen wie Primaten und Rabenvögel.

Tauben können Multitasking betreiben. Sie können lernen, selbstständig mit öffentlichen Transportmitteln fahren. Die Vögel können sich Menschen und Tiere merken und sie in Fotos erkennen. Tauben sind sogar in der Lage, bestimmte Worte zu verstehen.

Typische Abwehrmittel wie etwa Spiegel, Folien, Windräder und sonstige Scheuchen bieten daher nur sehr kurzfristige Lösung. Sobald die Tauben lernen, dass die Gegenstände ihnen keinen Schaden zufügen, kehren sie schnell zu ihren Gewohnheiten und Lieblingsplätzchen zurück.

Nahezu alle heutigen Stadttauben (Columba livia domestica) sind von der wilden Felsentaube (Columba livia) entstanden. Die Transformation geschah, als Urmenschen vor rund 10.000 Jahren begannen, die Vögel zu zähmen. Tatsächlich sind Tauben die ersten domestizierten Vögel. Zunächst dienten sie als Fleischquelle, etwas später entdeckte man ihr Potential zur schnellen Nachrichtenübermittlung. Im 16. Jahrhundert war ihr Kot sogar ein wertvoller Inhaltsstoff für die Herstellung von Schießpulver und Dünger.

Mit der Zeit ersetzten neue Kommunikationsmittel die Notwendigkeit von Brieftaubendiensten und die meisten Vögel wurden in die Wildnis entlassen. Die nun domestizierten Vögel suchten jedoch menschliche Gesellschaften und kehrten schnell in die Stadt zurück, genau wie unsere Vorfahren sie über viele Jahrtausende trainiert hatten.

Stadttauben wurden tatsächlich vom Menschen eingeführt

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Die Vögel suchen aktiv Kontakte mit uns und nicht nur aufgrund des Futters

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Vom Ei zum Brutpaar

Taubenpärchen sind monogam, weshalb manche Hochzeitspaare an ihrem besonderen Tag ein Paar weiße Vögel freilassen. Die hübschen Tauben sind ausgebildet, nach der Veranstaltung rasch zu ihrem Trainer zurückzukehren und tragen somit nicht zur Überpopulation an Stadttauben bei.

Was Tauben so erfolgreich macht, ist ihre Fähigkeit, das ganze Jahr über zu brüten. Ein einzelnes Brutpaar kann sich unter optimalen Bedingungen bis zu 8. Mal im Jahr fortpflanzen und das Weibchen legt in der Regel jedes Mal 2 bis 3 Eier. Falls diese zerstört werden, vermehrt sich das Paar in etwa 2 Wochen erneut.

Falls einer der Partner stirbt, findet der andere einfach einen anderen. Die Jungvögel werden von beiden Elternteilen mit eiweiß- und fettreicher Kropfmilch statt mit Insekten, Würmer oder Samen gefüttert. Im Alter von ungefähr einem Monat sind die jungen Tauben bereit, flügge zu werden und das Nest zu verlassen. Sie bleiben allerdings so lange in der Umgebung, bis sie selber einen Partner finden. Der Kreislauf beginnt dann von neuem.

Tauben bilden liebevolle und lebenslange Beziehungen

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Unwirksame Methoden gegen Tauben

Wie kann man also die lästigen Tauben vertreiben? Beginnen wir zunächst mit Methoden, die nicht nur ineffektiv, sondern auch strafbar sind. Es ist natürlich absolut verboten, die Vögel mit aggressiven oder verletzenden Maßnahmen zu vertreiben. Man darf die Küken nicht vom Nest nehmen, man darf die Vögel nicht abschießen, Anti-Tauben-Giftstoffe, -Klebefallen oder -Gels verwenden. Die Letzteren verursachen sogar viel mehr Dreck als der Vogelkot selbst. Sie können zudem noch für viele andere Tierarten, einschließlich Haustiere gefährlich sein.

Das Gleiche gilt ebenfalls für Methoden, bei denen scharfe Zutaten wie etwa Zimt, Chili, Pfeffer und andere zum Einsatz kommen. Die Gewürze können nicht nur für Haustiere und Kinder gefährlich sein, sondern müssen auch immer wieder angebracht werden, was mit der Zeit ganz schön kostenspielig werden kann. Stellen Sie sich außerdem mal vor, wie Ihnen scharfe Gewürze bei leichtem Wind in die Augen fliegen können!

Wie bereits erwähnt, bringen Ihnen Spiegel, Folien, Windräder, Krähenattrappen und sonstige Scheuchen aufgrund der ausgezeichneten Intelligenz dieser Vögel ebenfalls nur kurzfristische Lösungen. Sogar an Ultraschall können sich Tauben schnell gewöhnen, die Produkte sind auch gar nicht günstig. Welche Methoden Ihnen tatsächlich etwas bringen, erfahren Sie im nächsten Absatz.

Viele Anti-Tauben Methoden sind vielmehr Mythen

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Aggressive Maßnahmen helfen nicht, denn Tauben siedeln nicht immer wieder an

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Auf natürliche Weise die Tauben vertreiben

Mit dem Problem der Tauben-Überpopulation in Städten beschäftigen sich staatliche und nichtstaatliche Tierschutzorganisationen bereits seit mehreren Jahren. Sie haben zahlreiche Methoden ausprobiert und haben schließlich einige effektvolle Lösungen gefunden. Hier sind einige davon:

Geburtenkontrolle: Nein, bei dieser Methode müssen Tauben keine speziellen Tabletten einnehmen. Stattdessen geht es hier um die Eier. Wenn Sie auf Ihrem Balkon oder Dachboden ein Taubennest finden, dann ersetzen Sie einfach die 2 oder 3 kleinen weißen Eiern mit Gips- oder Plastikeiern. Die echten dürfen Sie dann entsorgen. Nachdem die Vögel mindestens 17 Tage auf  den falschen Eiern sitzen und anschließend das Nest verlassen, dürfen Sie dieses entfernen. Verhindern Sie einen erneuten Nestbau mit den folgenden Methoden.

Taubennester sind nicht immer leicht zu finden

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Hängende Töpfe sind Lieblingsdestinationen für Brutpaare

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Die falschen Eier sollten etwa gleich groß sein wie die echten

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Taubenstacheln: Dieses Abwehrmittel ist leicht und schnell zu installieren, wird die Tauben vertreiben, ohne sie zu verletzen. Äthetisch ansprechend sind sie zwar nicht, dafür aber effektiv. Taubenstacheln werden entweder aus rostfreiem Edelstahl oder robustem Kunststoff hergestellt und werden an allen Stellen montiert, wo die Vögel gerne landen – Balkongeländer, Dachrinnen usw.

Vogelnetz: Wo auch Taubenstacheln nicht helfen, dann bleibt Ihnen nur noch übrig, ein Vogelnetz anzubringen. Dieses sollte feine Maschen haben, sowie straff entlang des Balkons angebracht werden. Nur so können Sie verhindern, dass Tauben und andere Vögel sich darin nicht verheddern und verletzen. Geeignete Vogelnetze finden Sie in spezialisierten Online-Shops, sowie Baumärkten zu einem relativ günstigen Preis. Um die Ästhetik Ihres Balkons nicht vollständig zu verderben, können Sie ein durchsichtiges oder auch ein so starkes Netz wählen, dass Sie kleine Pflanzen dort hängen können. Solche Netze helfen übrigens nicht nur, um Vögel fernzuhalten, sondern auch, um zu verhindern, dass Hauskatzen vom Balkon springen.

Taubenstacheln müssen richtig angebracht werden, um wirklich effektiv zu sein

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Das Vogelnetz muss richtig schön gespannt sein und nur kleine Maschen aufweisen

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Wenn Sie in der Stadt leben, sind Kontakte mit Tauben unvermeidlich. Zwischenartige Kompromisse können allerdings zugute beider Seiten gemacht werden. Mit diesen einfachen Methoden können Sie selbst die sturköpfigen Tauben vertreiben.

Wenn Sie Tauben nicht vertreiben können, dann befreunden Sie sich doch

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Tauben sind super intelligent und lassen sich wundervoll trainieren

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