Die Angst vorm Zahnarzt bekämpfen – Was hilft dabei?

Haben Sie jemals von Dentalphobie gehört? Kurz erklärt, ist das eine panische Angst vorm Zahnarzt. Die Geräusche in einer Zahnarztpraxis rufen bei manchen Menschen nicht nur unangenehme Gefühle hervor, sondern auch einen krankhaften Zustand. Doch seine Zähne deswegen zu vernachlässigen, wäre zu schade! Aus diesem Grund sollte man etwas unternehmen, um seine Angst, entsprechend Phobie, zu bekämpfen. Wir teilen Ihnen im Folgenden einige Strategien und Ideen mit, wie man die Angst vorm Zahnarzt überwindet.

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Wann wird die Zahnarztangst zu einer Phobie?

Wir alle kennen das spezifische Gefühl, welches uns packt, wenn uns ein Zahnarztbesuch bevorsteht. Oftmals empfindet man auch Zahnbehandlungsangst. Vermeidet man aber jahrelang eine zahnärztliche Behandlung, auch wenn diese notwendig ist, dann geht es in der Regel um eine Phobie. Auch wenn man die beiden Begriffe oftmals als Synonyme verwendet, gibt es dazwischen einen deutlichen Unterschied.

Die extrem gesteigerte Angst ist panischen Zuständen gleich. Die ersten Symptome sind Schweißausbrüche und Zittern. Herzrasen und Übelkeit können auch auftreten.

Sehr oft ist die Zahnarztangst ohne jeden Grund aufgelöst. Neben der Panik vor Schmerzen tritt auch das Gefühl auf, dass man die Situation außer Kontrolle verliert. Bei Angstpatienten kann das Unwohlsein deswegen entstehen, weil man nicht genau weiß, was eigentlich der Zahnarzt macht. Die Tatsache, dass man nur Geräusche hört und nichts sieht, ist selbst eine Ursache für Angst bei vielen Menschen. Doch die Gründe können auch andere sein. Hat man schmerzhafte Zahnbehandlungen erlebt oder nicht besonders einfühlsame Zahnärzte besucht, dann könnten das die Ursachen für das Trauma sein.

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Die Angst vorm Zahnarzt bekämpfen - Welche Lösungen gibt es?

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt ist ohne Zweifel ein Muss. Denn die regelmäßige Kontrolle verhindert bis zum größten Teil schmerzhafte Erkrankungen. Doch hat man eine Phobie vorm Zahnarzt, dann verpasst man bewusst den Besuch bei ihm. Ernsthafte Zahnerkrankungen können die Folge sein und der Grund ist folgender: Wenn die Zahnschmerzen erträglich sind, versucht man die Zahnbehandlung zu verpassen. Mit der Zeit werden aber die Schmerzen immer stärker und dann ist eine ernsthafte Behandlung notwendig.

Deshalb ist es sehr wichtig, die Angst vorm Zahnarzt rechtzeitig zu bekämpfen.

Was kann man selbst machen?

Die Patienten mit Angst oder Phobie vor dem Zahnarzt empfinden unangenehme Gefühle noch tagelang vor dem Zahnarztbesuch. Doch am Tag der Zahnbehandlung ist die Angst am schlimmsten. Vieles kann man auch selber machen, damit die Angst nicht überhandnimmt. Behandeln Sie die Zahnarzt Angst, dann sorgen Sie einerseits dafür, dass Ihre Zähne behandelt werden und andererseits entlasten Sie Ihre Psyche. Wer schlechte Zähne trotz großer Zahnarztangst vermeiden möchte, der könnte mal Folgendes ausprobieren:

  • Die Zahnarztangst mitzuteilen, ist einer der ersten Schritte, die man unternehmen sollte. Ein Freund oder Familienmitglied könnte dann mit Ratschlägen helfen. Doch auch in vielen Internetforen könnte man Unterstützung finden.
  • Das Gehirn mit anderen Gedanken abzulenken, ist sehr effektiv.
  • Sogar eine Vertrauensperson zum Zahnarztbesuch mitzunehmen, wäre dann eine sehr gute Idee.
  • Hören Sie doch Musik über Kopfhörer auf dem Weg zum Zahnarzt oder beim Besuch selbst!
  • Suchen Sie einen Zahnarzt, der verständnisvoll mit Ihrer Angst umgeht.
  • Erzählen Sie dem Zahnarzt unbedingt von Ihrer Angst.
  • Man kann der Zahnarztangst entgegenwirken, indem man auf Entspannungsübungen setzt. Auch während des Zahnarztbesuchs sind diese sehr effektiv. So ist das autogene Training auch bei Menschen sehr wirksam, die Dentalphobie haben.
  • Eine Verhaltenstherapie könnte auch sehr helfen. Die progressive Muskelrelaxion ist eine gute Methode, die Panik vor dem Zahnarztbesuch zu beseitigen.
  • Für viele Angstpatienten ist die Hypnose das, was den Besuch beim Zahnarzt erträglich macht. Doch nicht jeder lässt sich hypnotisieren.
  • Man könnte auch ein Fazit ziehen, was beim Zahnarztbesuch geschah. Hat es eigentlich nicht weh getan, dann könnte das traumatische Erlebnis von der Vergangenheit durch die neue Erfahrung ersetzt werden.
  • Eine gute Mundpflege nach dem Besuch beim Zahnarzt würde eventuelle notwendige Zahnbehandlungen reduzieren.
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Wie behandelt man Angstpatienten?

Selbst die Behandlung von Angstpatienten sollte unterschiedlich sein. Die einfühlsame Beratung ist der richtige Weg zu solchen Patienten. Es ist sehr nützlich, wenn der Zahnarzt jeden neuen Schritt erklärt. So weiß der Angstpatient Bescheid, was in jedem Moment passiert. Der Arzt könnte pausieren, wenn der Patient signalisiert, dass es weh tut. Dann fühlt man sich nicht so, als sitze man einfach hilflos auf dem Zahnarztstuhl.

Manche von den Methoden, die sich der Zahnarzt bedienen kann, sind:
  • Die lokale Betäubung - Diese Methode ist aber bei Angstpatienten mit Abneigung gegen Spritzen oftmals nicht einsetzbar.
  • Mit Lachgas die Zahnarztangst behandeln.
  • Homöopatische Mittel.
  • Vollnarkose - Wenn nichts anderes helfen kann, dann ist die Vollnarkose die letzte Option für Patienten, welche an Dentalphobie leiden.
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Fazit: Die Erlebnisse auf dem Zahnarztstuhl können nicht die schönsten im Leben sein, kein Mensch sollte aber deswegen auf den Besuch beim Zahnarzt verzichten. Denn darunter leidet letzen Endes die Gesundheit der eigenen Zähne. Viel sinnvoller wäre es, die Angst vorm Zahnarzt zu bekämpfen und ein gesundes Lächeln zu genießen. Die Dentalphobie ist also nicht zu unterschätzen und jeder kann diese Strategie wählen, welche für ihn am effektivsten wäre!

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