Steppensalbei – ein Muss im bienenfreundlichen Sommergarten

Steppensalbei, gelegentlich auch Steppen-Salbei geschrieben und als Hain-Salbei oder Ziersalbei bekannt, ist eine mehrjährige heimische Staude für den Sommergarten. Der lateinische Name Salvia nemorosa bedeutet wortwörtlich übersetzt Salbei aus dem Wald. Die Bezeichnung trifft allerdings nur bedingt zu, denn die Zierpflanze gedeiht lieber auf Trockenwiesen, an Wegrändern und natürlich in Steppenlandschaften statt zwischen Laub- oder Nadelbäumen.

Der Steppensalbei ist ausgesprochen pflegeleicht und anspruchslos. Dies bedeutet jedoch nicht, dass er überhaupt keine Aufmerksamkeit erfordert und sich selbst überlassen werden kann. Heute möchten wir einige wissenswerte Fakten, aber auch hilfreiche Pflegetipps bezüglich diesen bienenfreundlichen Sommerblüher Ihnen mitteilen.

Der Salbei sorgt für visuelles Interesse und aromatisiert wahrhaft den Garten

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Steppensalbei in der Natur erkennen

Wenn Sie gerne und oft im Sommer wandern gehen, dann haben Sie mit Sicherheit mindestens einmal bewusst oder unbewusst mindestens eine Salbeiart in freier Wildbahn gesehen. Der Echte Salbei ist natürlich schon von Weitem an seinem intensiven Kräuterduft zu erkennen.

Der Steppensalbei verströmt hingegen einen etwas schwächeren Duft und ist leichter an seinen langen eng aneinander stehenden blauvioletten, gelegentlich rosa oder weiß gefärbten, in die Höhe gestreckten Ährenblüten zu erkennen. Diese zeigen sich zum ersten Mal um Mitte Mai und können bei optimalen Wetter- und Wachstumsbedingungen bis in den September hinein andauern.

Schauen Sie sich die Blüten genau an, entdecken Sie schnell einen ganzen Schwarm allerlei Bestäuberinsekten, die fleißig mit Pollensammeln beschäftigt sind. Fast alle Salbeiarten sind Magnete für Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer, sowohl in der Natur als auch im eigenen Hobbygarten. Die kleinen Helfer fliegen sogar auf Ihren Balkon, wenn der Wind den Duft von Blütennektar zu ihnen trägt.

Ein natürlicher Magnet für viele Nützlinge

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Standort im Beet oder Kübel

Die kalten Wintermonate übersteht der Steppensalbei auch ohne besonderen Frostschutz problemlos. Während der anderen Jahreszeiten ist diese Staude jedoch sehr wärmeliebend. Daher ist es durchaus wichtig, ein Plätzchen für sie zu finden, das viel direkte Sonne bekommt. Der Salbei genießt die warme Mittagssonne ganz besonders.

Mit dieser heimischen Zierpflanze müssen Sie sich keinerlei Sorgen um verbrannte Laub- und Blütenblätter machen. Je sonniger der Standort, desto üppiger, langanhaltender und auch duftender wird dann die Blüte sein.

Der Steppensalbei besitzt eine senkrechte Pfahlwurzel, die sich tiefgründig und kräftig in den Boden eingräbt. Er bevorzugt es im Allgemeinen daher, in einem offenen Blumenbeet mit anderen tiefwurzelnden Stauden mit ähnlichen Pflegeansprüchen zu wachsen, wie z. B. Schleifenblumen, Storchschnäbel, Glockenblumen und auch Rosen. Wenn Sie ihn jedoch in einen tiefen Blumenkasten oder Topf pflanzen, kann er auch auf dem Balkon oder der Terrasse als Kübelpflanze gedeihen.

Nahezu alle Salbeiarten sind wahre Sonnenanbeter!

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Boden, Wasser und Dünger

Im einem nährstoffreichen, lockeren und kalkhaltigen Sand-Lehm-Gemisch mit einem neutralen pH-Wert zwischen 6 und 8 fühlt sich der Steppensalbei wohl. Gute Durchlässigkeit ist seine größte Anforderung, alles andere kann eigentlich variieren. In freier Wildbahn gedeiht diese Zierpflanze immerhin oft an sehr nährstoffarmen Orten.

Der größte Pflegefehler, den Hobbygärtner eigentlich machen, ist, dass sie ihren Salbei zu oft und zu viel gießen. In Wirklichkeit bevorzugt diese Staude einen trockenen Boden und nur gelegentliches und mäßiges Gießen. Sie kann kurzzeitige Dürre viel besser überstehen als nasse Füße und Staunässe.

Weniger ist beim Salbei mehr

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Durstig wird der Steppensalbei vor allem während der aktiven Blüteperiode. Gießen Sie dabei immer langsam im Bodenbereich und nicht etwa über die Blätter oder Blüten, sonst droht ein unschöner Pilzbefall.

Auch in Sachen Dünger ist der Steppensalbei sehr anspruchslos. Er benötigt lediglich zwei Fütterungen im Jahr, einmal im zeitigen Frühjahr als Energieschub für den Neuaustrieb und einmal nach dem Remontierschnitt im Spätsommer. Verwenden Sie dafür organischen Kompost, Wurmhumus oder gewöhnlichen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Maßvolles Gießen und Düngen sind die Schritte zum Erfolg

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Remontierschnitt beim Steppensalbei

Der Steppensalbei und auch der Gärtner selbst profitieren von einem sogenannten Remontierschnitt. Hierbei wird die gesamte Pflanze sofort nach dem Verblühen der ersten Blüte auf etwa eine Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten. An den Stängeln sollten lediglich ein paar Blätter und Blattknospen verbleiben, da diese beim Neuaustrieb helfen.

Achten Sie beim Remontierschnitt darauf, das Altholz nicht zu verletzen

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Nach diesem radikalen Schnitt bekommt die Staude ihren zweiten Jahresdünger und etwas Gießwasser. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, können Sie sich schon nach wenigen Wochen an einer erneuten Blüte erfreuen.

Der größte Nachteil des Remontierschnitts besteht darin, dass während sich der Salbei erholt unschöne Lücken im Sommerbeet verbleiben. Wenn Sie das stört, Sie aber trotzdem eine zweite Blüte sehen möchten, dann können Sie die verwelkten Blütenstände und vertrockneten Triebe einfach regelmäßig einzeln abschneiden. Hauptziel beider Methoden ist es, die Samenbildung zu verhindern, welche für die Pflanze einfach viel zu anstrengend ist.

Sobald auch die zweite Blüte etwa im September verblüht ist, sollten Sie den Steppensalbei nicht mehr schneiden. Die trockenen Stängel, Blätter und Blüten dienen der Pflanze nämlich als Winterdecke und schützen sie vor Frostschäden. Sie dienen in den kalten Wintermonaten zudem noch als eine Art natürliches Insektenhotel und Unterschlupf für viele Nützlinge. Schneiden Sie Ihren Salbei daher am besten erst im März.

Nach der letzten Blüte können Sie die Zierpflanze ihre Samen ausbilden lassen

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Teilen und Verjüngen

Der Steppensalbei bildet etwa nach dem dritten Jahr immer weniger neue Triebe und Blüten aus, ganz unabhängig davon, wie nährstoffreich sein Boden ist und wie viel Aufmerksamkeit Sie ihm schenken. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dann die Staude geteilt und somit verjüngt werden muss.

Graben Sie dazu im zeitigen Frühjahr die gesamte Pfahlwurzel vorsichtig aus dem Boden und schneiden Sie einfach die einzelnen Wurzelausläufer ab. Vergrößern Sie das Loch und fügen Sie ein paar Handvoll ausgereiften Kompost oder Wurmhumus auf den Boden, pflanzen Sie die Staude dann wieder ein.

Pflanzen Sie die geteilten Tochterpflanzen mindestens 60 cm von der Mutterpflanze entfernt ins Beet oder in eigene Blumenkästen oder Töpfe. Nach weiteren drei Jahren müssen Sie den gleichen Vorgang wiederholen.

Die meisten Stauden müssen irgendwann verjüngt werden

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Der Steppensalbei ist eine wundervolle Staude für jeden sonnigen, bienenfreundlichen Sommergarten. Er ist pflegeleicht und belohnt die geringste Anstrengung des Gärtners mit einem unermüdlichen, duftenden Blütenspektakel. Wir hoffen, dass unsere Tipps für Sie hilfreich sein werden.

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Quellen:

Mein schöner Garten

Gartenjournal

Plantopedia