Bodenverbesserung – natürliche Mittel und Methoden

Gartenbeete zu haben, die reich an wichtigen Nährstoffen für ein gesundes und kräftiges Pflanzenwachstum sind, ist ein wunderbares Geschenk der Natur. Das bedeutet, dass Sie praktisch jede Zier- oder Nutzpflanze, die Ihr Herz begehrt, dort effektiv anbauen können. Und das ohne viel oder sogar keinen Dünger zu benötigen. Im Laufe der Jahre verliert der Boden jedoch allmählich viele seiner Nährstoffe. Sie werden über die Wurzeln unserer Lieblingspflanzen aufgenommen und nur allzu langsam wieder aufgefüllt, um eine spürbare Wirkung zu haben. Plötzlich verlangsamen Zier- und Nutzpflanzen, die im Gartenbeet früher gut gedeiht haben, ihr Wachstum und werden von Ungeziefer und Unkraut befallen. Der Grund: Der Boden ist arm geworden und die Pflanzen kämpfen ums Überleben. Was können Sie tun, wenn dies passiert? Die meisten Gärtner wenden sich Düngemitteln zu. Es gibt jedoch bessere Methoden, die länger anhaltende Ergebnisse bieten. Hier geben wir Ihnen wertvolle Tipps und Tricks rund ums Thema Bodenverbesserung.

Nur sehr wenige Pflanzenarten können auf schlechten Böden gedeihen

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Wie erkennen Sie die Anzeichen dafür, dass Bodenverbesserung nötig ist?

Professionelle Gärtner testen regelmäßig die Erde auf ihren Feldern, Gewächshäusern und Gärten. Sie nehmen fast jährlich Proben und schicken sie zur genauen und gründlichen Analyse an ein Labor. Alternativ verwenden sie spezielle DIY Kits an, die in den meisten Gartencentern erhältlich sind. Diese Bodentests geben Messwerte für den pH-Wert, Kalium (K), Phosphor (P), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S). Sie können auch zusätzliche Informationen zum Gehalt an organischen Substanzen und zum Bleigehalt liefern. Auf diese Weise wissen sie genau, welche Düngemittel in welcher Menge dieses Jahr verwendet werden müssen.

Für Hobbygärtner lohnt sich eine gute Bodenanalyse einmal alle paar Jahre

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Für Hobbygärtner reicht jedoch manchmal ein einfacher Blick. Gesunde Erde, die reich an vielen Nährstoffen und nützlichen Mikronährstoffen ist, hat eine dunkelbraune Farbe und eine leichte, krümelige Konsistenz, ähnlich wie Kompost. Der Boden sollte eine gute Drainage haben und beim Austrocknen keine Kruste oder feste Klumpen bilden. Wenn Sie etwas tiefer graben, sollten Sie Regenwürmer und andere bodenbewohnende Lebewesen finden können.

Wenn der Boden hohe Konzentrationen von Sand, Ton, Lehm, Schlick oder Kalk aufweist, treten verschiedene Probleme auf. Der Boden könnte zu dicht sein, eine schlechte Drainage aufweisen und es den Pflanzen nicht ermöglichen, ihre Wurzelsysteme richtig zu entwickeln. Die Erde könnte anfällig für Bodenerosion sein und nicht in der Lage sein, Wasser und somit auch Nährstoffe zu halten. Sie könnte zudem noch zu sauer oder zu alkalisch sein. Unterschiedliche Bodentypen mit ihren einzigartigen Problemen erfordern unterschiedliche Ansätze zur Bodenverbesserung.

Arme Böden lassen Ihren Garten verwüstet aussehen

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Eine schlechte Drainage kann zu Überschwemmungen und Wurzelfäule führen

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Bodenverbesserung mit Kompost und Wurmhumus

In einem Wald wird der Boden ständig durch den Abbau von organischem Material genährt – sowohl aus pflanzlichen als auch aus tierischen Quellen. Der Oberboden dort ist daher unglaublich fruchtbar und reich an allerlei Nährstoffen. Im Garten werden alte und zerfallende Pflanzenteile normalerweise vom Gärtner entfernt, da sie optisch unansehnlich sein können. Damit tun Sie Ihren Pflanzen und der Erde jedoch keinen Gefallen.

Eine Methode, um den natürlichen Zersetzungsprozess zu beschleunigen, den Boden zu nähren und gleichzeitig gut aussehen zu lassen, ist das Ausbringen von reifem Kompost oder Wurmhumus. Beide sind in jedem Gartencenter erhältlich. Beide lassen sich aber auch völlig kostenlos im eigenen Garten herstellen. Alles, was Sie brauchen, sind verschiedene Essensreste, Grünschnitt, Herbstlaub, Regenwürmer und etwas Geduld.

In bereits fruchtbaren Böden wird Kompost oder Wurmhumus normalerweise jährlich als Mulch verwendet. Wenn Ihr Boden jedoch lehmig oder sandig ist, reicht es nicht aus, einfach eine dünne Schicht davon über den Boden zu streuen. Zuerst müssen die oberen 25-30 cm Erde gut beackert werden. Dann wird eine 7-10 cm dicke Kompost- oder Humusschicht darüber gelegt und der Boden erneut beackert. Dies tun Sie am besten einmal im Spätherbst, wenn die Ernte vorbei ist und noch einmal im zeitigen Frühjahr vor der Aussaat. Um das Risiko des Auswaschens der Nährstoffe zu verringern, wird der Boden mit Laub, Stroh, Rinde oder Hackschnitzeln gemulcht.

Graben kann eine echte Knochenarbeit sein, ist zur Bodenverbesserung allerdings nötig

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Herbstlaub mag unschön aussehen, ist aber wichtig für den Garten

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Jeder Gärtner kann sich Kompost anlegen

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Mist

Landwirte und Gärtner verwenden seit jeher Mist von Pflanzen- und Allesfressern aller Art zur Bodenverbesserung. Es ist eine erprobte und bewährte Methode, die auch heute noch angewendet wird, um große landwirtschaftliche Flächen für die Aussaat vorzubereiten. Mist enthält viele wichtige Nährstoffe, die aus dem Verdauungssystem der Tiere und den Pflanzen, die sie fressen, übrig geblieben sind.

Mist muss jedoch fast immer mindestens einige Monate reifen, bevor er effizient als Dünger verwendet werden kann. Nach einigen Monaten verliert er meist auch seinen unangenehmen Geruch. Nur Kaninchenmist lässt sich ohne Gärung direkt im Garten verteilen. Dieser kann jedoch ziemlich schwer zu erwerben sein.

Auf dem Markt gibt es Hühner-, Kuh-, Pferde- und gelegentlich Schaf- und Ziegenmist zu kaufen. Theoretisch können Sie sich auch welchen kostenlos von einem Stall oder Bauernhof in der Nähe holen.

Bei schlechtem Boden sollten Sie einmal im Jahr im Herbst mit Mist düngen. Das gleiche Verfahren wie oben wird dabei verwendet. Wenn Ihr Boden mäßig fruchtbar ist, kann man Mist nur alle drei oder vier Jahre ausbringen.

Eine Gartenfräse erleichtert Ihnen enorm die Arbeit

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Die meisten Pferdeställe bieten ihr Mist kostenlos an

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Holzashe

Holzasche, die von einem Kamin oder Feuerstelle übrig bleibt, eignet sich besser zur Bodenverbesserung, als viele Hobbygärtner glauben. Sie enthält nämlich viele der übrig gebliebenen Mineralien und Nährstoffe, die im Baum vorhanden waren, sowie Nebenprodukte der Verbrennung. Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium sind alle in Holzasche enthalten und zwar in hohen Konzentrationen.

Dieser natürliche Dünger kann mit Mist, Kompost oder Wurmhumus kombiniert oder an sich selbst verwendet werden. Sie benötigen nur etwa 300-400 Gramm pro Quadratmeter Gartenerde. Vor und nach dem Bestreuen muss der Boden beackert werden. Wässern Sie gründlich, um zu verhindern, dass die Asche vom Wind verweht wird. Ähnlich wie Mist kann Holzashe entweder einmal im Jahr oder alle drei bis vier Jahre angewendet werden.

Holzasche ist sehr nährstoffreich und muss nur sparsam angewendet werden

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Wenn Sie Ihren Garten schonen, auf Chemiekeule verzichten und stattdessen zu natürlichen Mitteln greifen, dann werden Sie eine Bodenverbesserung nur selten vornehmen müssen. Glücklicherweise gibt er mehrere Methoden, unterschiedliche Schäden rückgängig zu machen. Hier haben wir Ihnen einge der wirksamsten vorgestellt.

Eierschalen können kompostiert oder direkt eingegraben werden

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Gelegentliches Harken verbessert die Bodenbelüftung und beseitigt Unkraut

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Jährliches Mulchen trägt auch zur Bodenverbesserung bei

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Ist der Boden nur allzu arm? Hochbeete sind eine gute Alternative

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Regenwürmer tun Ihrem Garten viel Gutes

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